deskriptive geschichten



Türöffner, Publikumsmagnet, ständig ausgeliehen: Bei vielen Büchereien ist der Comic fester Bestandteil. Dennoch gibt es Unterschiede - ein Rundgang durch Berlin.

"Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wo die
Comics in Ihrer Lieblings-Bibliothek
stehen? In diesen Kisten, da, wo immer
so wenig drin ist, weil ständig alles
ausgeliehen ist? So wie in der Heinrich-
Böll-Bibliothek in Berlin-Pankow. Hier
sind die Comics das, was am besten läuft,
die treiben die Ausleihzahlen nach oben.
Da klebt zwar ein Schild im Erwachsenen-
Comic-Bereich: „Comics sind nichtnur Sprec hblasen!“ So als gäbe es nach wie
vor genug Menschen, die da noch Erklärungsnotstandhaben. Für die, die schon
wissen, was sie lieben, ist von „Abrafaxe“
bis zu Arne Jyschs Adaption von Volker
Kutschers Berlin-Krimi „Der nasse Fisch“
alles da – nur halt leider ausgeliehen." ...

 

alles lesen im Berliner Tagesspiegel

"Tom Gauld unterhält sich gerade mit jemand anderem. Seine Goliath-Blätter sind hinter Glas an die Wand genagelt. Goliath ist so eine Mischung aus Wickie, Thorgal und Asterix für Erwachsene, die zu viel begriffen haben vom Leben und trotzdem lieber Käsehochs bleiben wollen, oder? Grosse Jungs gucken sich hier rum. Ich will einen Sessel und das Buch."

 

Festivaltagebuch I-IV zum Hamburger Comicfestival, CulturMag, September 2012

"So gesehen kann ich noch nicht von einer akzeptanz sprechen, aber ich sehe menschen, die damit in kontakt stehen – hauptsächlich ausserhalb der akademisch geprägten landwirtschaft – und begeistert und glücklich sind."

 

Interview mit Rita Khawand, Permakulturgärtnerin, SOILS.

August 2014

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"Da hingen unzählige Kugelschreiberzeichnungen eines Skaters, umwerfend in ihrer Gleichmässigkeit. Tak-tak-tak-tak, ohne Bewegung darzustellen ratterten die Räder, der Sprung im Stillstand. Dann eine Videoinstallation, Pflasterstein-Boden-Tapete, die Welt steht Kopf, klettern und skaten und fliegen kann man überall, mitunter auch kopfunter. Plötzlich fällt man durch ein riesiges schwarzes Loch in der Wand. Nebendran hängen wunderbare entpersonalisierte Zeichnungen, die Anmut, Wagemut und Todesmut von Skaterszenen zeigen. In der Fülle ergeben Bilder und Botschaften ein Gesamtbild, wie es persönlicher nicht sein könnte, ein Lebensstil, Liebesverzehr. Gegenüber verformte Boards: The Shape of Her Hips, Not Her Lips."

 

Brad Downey (About Street Art), CulturMag, April 2012

"Marzie weicht auf Hollywood aus, von dem sie begeistert erzählt. Im gleichen Atemzug schimpft sie auf den Schmachtfetzen im Busfernseher, in dem die Frauen auch noch im Bad das Kopftuch nicht ablegen. Für die Pinkelpause halten wir mitten im Nichts, wo es zum ersten Mal Touristengeschenke und eine überfordernde Auswahl an Süssigkeiten zu kaufen gibt. Wir schlürfen unseren Beuteltee, ihr Mann tuschelt mit Marzie; «Er ist schüchtern», meint sie todernst und beweist, dass sie unter ihrem «Zelt» die Hosen anhat. Überraschenderweise lädt er mich in ihre Wohnung zum Essen ein. Sie schielt auf mein verrutschtes Kopftuch und ich nehme einen tiefen Zug an der Bahmanzigarette."

 

It'y on the way - Unterwegs in Teheran. Rote Fabrikzeitung, September 2008