Und nun: Entfernen wir alle Merkmale, alle Burgen, Schlösser, Brücken, Häuschen, Parkbänke, alle gepflanzten Hecken und alle verlandeten Wassertiefen, alle Strandtücher, alle Sonnenschirme, alle Brüste, alle wallenden Haare, alle geschlechteridentitäteren Körpermerkmale, alle mütterlichen Instinkte und alles Machtgehabe, alle Liebhaber*innen und Ehepartner*innen, alle Karrierechancen und einfach überhaupt alles objektiv über mir Angehäufte. So bin ich die Stellvertreterin für diese Landschaft. Dann schimmert der Glaube durch, dass sich etwas verändern kann. So wie es ist, das ist nicht Schicksal. Es ist so geworden. Das Hier und Jetzt ist veränderbar. Ich bin keine Heldin, weil ich gehen will. Oder bleibe. An meiner Sicherheit zweifle. Ich bin nicht Widerstandskämpferin. Ich bin kein Opfer. Ich renne juchzend in die Wellen, im Bikini, im Off, während Lyngstrand von Romantik redet. Hier kommt die blaugrüne Welle, schiffbar. Ich bin Ellida. Ich tu euch nichts. Ich gleite dahin und ich weiss, was ich liebe.

 

Aus: "Die Frau vom Meer am Stadtrand", nach H. Ibsen // UA: September 2020, Düsseldorf // Foto: Marlin de Haan // www.klmmr.org

 

 

 

"Invers", Literarische Blätter, Juli 2021

 

Pi in der Neurotitan Gallery, Berlin // Parallelallee Ausstellung // Juni und Juli 2022

Das waren vielschichtige Lebenserfahrungen, extrem schöne, und ja, auch schlimme Erlebnisse, politische Aktionen und gemeinsame Reisen, auch mal Schiss haben wenn's stürmt und so'n Scheiss, aber vor allem: viel Zuneigung untereinander, soziale Verbundenheit, einen Hang zu rigorosen Konsequenzen beim Schutz von selbstorganisierter, aufrichtiger Toleranzkultur, gemeinsame Projekte, gemeinsames Experimentieren – Tendenziell eine SEHR SEHR SEHR WERTVOLLE, WUNDERBARE, STARK PRÄGENDE ZEIT. Du weinst? Mein lieber, guter Mensch, mein trefflicher Mensch, ich liebe dich... Der Kirschgarten ist verkauft, ist hin, das ist wahr – aber weine darum nicht: komm... wir gehen von hier fort!

„Der Kirschgarten“, nach A. Cechov // mit Marlin de Haan // Oktober 2018, FFT Düsseldorf // www.klmm.org

Marzie weicht auf Hollywood aus, von dem sie begeistert erzählt. Im gleichen Atemzug schimpft sie auf den Schmachtfetzen im Busfernseher, in dem die Frauen auch noch im Bad das Kopftuch nicht ablegen. Für die Pinkelpause halten wir mitten im Nichts, wo es zum ersten Mal Touristengeschenke und eine überfordernde Auswahl an Süssigkeiten zu kaufen gibt. Wir schlürfen unseren Beuteltee, ihr Mann tuschelt mit Marzie; «Er ist schüchtern», meint sie todernst und beweist, dass sie unter ihrem «Zelt» die Hosen anhat. Überraschenderweise lädt er mich in ihre Wohnung zum Essen ein. Sie schielt auf mein verrutschtes Kopftuch und ich nehme einen tiefen Zug an der Bahmanzigarette.

 

It'y on the way - Unterwegs in Teheran // Rote Fabrikzeitung, Zürich //  September 2008

Brad Downey (About Street Art) // cultmag.de // April 2012

mehr text (ständig unvollständig)

„Das Schweigen im Zeichen der Flut“ // UA: FFT Düsseldorf, 2015

„Teheran.:.sahebe delam.:.“ // UA: Zürich 2009

Zyklischer Zickenzirkus, Prosaminiaturen der Prosa:ist:innen, 2021

„Zimtkinder“, Literarische Blätter, 2021

„Ausfallunterkunft“, Culturmag-Special SHUT DOWN, 2020

Festivaltagebuch I-IV zum Hamburger Comicfestival, CulturMag, September 2012

erzählungen für kinder (und solche die es sein wollen)

Konrad und die Fischchen

sind hier untergebracht

 

Pi ... wie Pinguin

ein Pinguin im Comic-Heft. Manchmal auch im Fantax. Guck mal hier.

Die Kundschafterin

... krabbelt bald auch in eurem Wohn- Klassen-, KiLa-, Dachboden- oder Hinterzimmer lang.

 

Hier geht's lang für alle die ein paar Beweisfotos sehen wollten: Da.

 

Mehr Gelegenheiten, die Ameise von Angesicht zu Angesicht zu treffen, gibts immer wieder.

Das letzte Mal zum Beispiel am Aktionstag in der Steinmetzstraße in Berlin. Das war, glaube ich, am 25. August 2022.